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Kooperative Personalentwicklung – Wettbewerbsposition stärken und Mitarbeiter binden

Autor: Bernd Zerban, 04.11.2013

Anspruchsvolle Personalentwicklungskonzepte sind für kleinere und mittlere Unternehmen nur schwer aus eigener Kraft zu realisieren. Fehlende Personalkapazitäten, Know-How-Defizite, geringe Weiterbildungsbudgets und zu kleine Zielgruppen für wettbewerbsrelevante Themen verhindern die Möglichkeit, externes Wissen zu einem akzeptablen Preis einzukaufen.

Die strategisch kluge Lösung hierfür ist die

Personalentwicklung im Verbund

Gemeinsam mit Kunden, Lieferanten und Partnerunternehmen lassen sich  maßgeschneiderte Personalentwicklungs- und Weiterbildungskonzepte zu „mittelstandsfreundlichen Konditionen“ aufbauen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr eigenes kooperatives Netzwerk Schritt für Schritt aufbauen, worauf Sie dabei achten müssen und welche Vorteile eine erfolgreiche Umsetzung mit sich bringt!

Unsere Empfehlungen zur Umsetzung

1. Bilden Sie Pilotgruppen

Mit Unterstützung eines erfahrenen Beraters können erste Konzeptansätze entwickelt werden und die Gründungsmitglieder für den Verbund gewonnen werden.

2. Gründen Sie einen Verbund zum Thema „Kooperative Personalentwicklung“

Dabei sollten mindestens 30 % der Mitgliedsunternehmen über einen eigenen Personalentwickler verfügen. Aus Kostengründen hat es sich bewährt, wenn sich Unternehmen aus einer Region, unabhängig von der jeweiligen Branche zu einem Netzwerk zusammenschließen.

3. Kooperieren Sie mit einem Weiterbildungsanbieter

Dadurch lassen sich gemeinsame Weiterbildungsprogramme einfacher realisieren und Verbundprogramme können zusätzlich „extern“ vermarktet werden.

4. Planen und organisieren Sie die Personal- und Weiterbildungsmaßnahmen

Ein wesentlicher Aspekt bei der Themendefinition bilden dabei die strategischen Ziele der Verbundunternehmen und der Soll-/Ist-Abgleich von Anforderungs- und Kompetenzprofilen der Mitarbeiter/innen. In Gesprächen mit den Führungskräften und ausgewählten Mitarbeitern des Verbundes werden die Themen für Weiterbildungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen hergeleitet.

5. Führen Sie die Weiterbildungsmaßnahmen durch

Aufgrund der Bedarfsanalysen ergeben sich erfahrungsgemäß folgende Seminarprogramme:

  • Firmenspezifische Seminare – Durchführung im betreffenden Unternehmen oder beim Kooperationspartner Weiterbildung
  • Firmenspezifische Seminare plus externe Beteiligung
  • Generelle Themen der betrieblichen Weiterbildung wie EDV-Seminare, Qualitätsmanagement, Fremdsprachen-Ausbildung, Kostenrechnung, Buchführung etc..

6. Führen Sie die strategienotwendigen Personalentwicklungsmaßnahmen durch

Personalentwicklung ist mehr als Weiterbildung zu organisieren und zu planen. Dazu gehören die Instrumente für Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungsgespräche, Prozessanalysen, Wissensmanagement, Förderprogramme für Nachwuchskräfte, Bewerbermanagement und Hochschulrecruiting etc. Über eine Wissensdatenbank können die Instrumente allen Unternehmen zugänglich gemacht werden. In Arbeitskreisen zu Themen wie Qualitätsmanagement, KVP, Marketing, Benchmarking, Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zusätzlich der unternehmensübergreifende Wissensaustausch gefördert.

7. Evaluierung der Maßnahmen

Eine Evaluation der Weiterbildungsmaßnahmen ist für die Qualitätssicherung der Maßnahmen zwingend erforderlich. Dies geschieht am besten im Rahmen von Mitarbeiter- bzw. Zielvereinbarungsgesprächen.

 8. Achten Sie auf Fallstricke und Stolpersteine

Als Stolpersteine haben sich herausgestellt:

  • Zu viele Akteure bei der Verbundgründung
  • Eigentümerwechsel bei einem Verbundunternehmen
  • Fluktuation bei Ansprechpartnern aus den Unternehmen
  • Sparkurse in den Unternehmen
  • Egoistische Trainer – Arbeiten auf eigene Rechnung und nicht über Koordinierungsstelle
  • Das Verschwinden klassischer Familienunternehmen

Die Vorteile im Überblick

Mittelständische Unternehmen, die eine kooperative Personalentwicklung bereits praktizieren schätzen daran besonders:

  • Den Bereichs- und unternehmensübergreifenden Erfahrungsaustausch
  • Die Senkung externer Beratungskosten
  • Die Steigerung der Mitarbeitermotivation und die stärkere Bindung der Mitarbeiter an das eigene Unternehmen aufgrund der bedarfsgerechten Personalentwicklung
  • Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Netzwerkpartner durch die Bildung von Kompetenz-Pools, die allen Partnern zur Verfügung stehen
  • Die Professionalisierung Ihres Schlüsselpersonals zu „mittelstandsfreundlichen-Konditionen“

Wir von headworx unterstützen Sie beim Aufbau eines tragfähigen und bedarfsgerechten Kooperationsnetzwerkes in den Bereichen Personalentwicklung und Weiterbildung. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie eine E-Mail an uns.

 

Bildquelle: Shutterstock